Montag, 27. Januar 2014

"Braukunstkeller - Laguna IPA"

Name: "Braukunstkeller"
Homepage

Sorte: "Laguna IPA"
Bier-Index ; Knusper Bierblog 

FAZIT:
Widmen wir uns heute doch mal wieder der Kunst, der Braukunst, aus dem Keller ... ja Flüssiges aus dem Braukunstkeller ist heute angesagt und ein I.P.A. soll es sein denn schon lange hatte ich nichts mehr aus meiner Lieblingssektion. In rötlich/braun/bernsteinfarbend lächelt uns das "Laguna" aus dem Glas entgegen. Der Schaum plustert sich leicht beigefarbend in dichter Konsistenz auf und kann diese Position auch über einen wirklich langen Zeitraum beibehalten. Die Nase bekommt herbe Zitrusnoten geboten die in einem malzsüßen Mantel eingehüllt sind. Dabei sticht das Grapefruitaroma schon unheimlich raus und wird durch die 74 IBU kräftig unterstützt. Man bekommt hier also schon einen kleinen Vorgeschmack was einem Bittertechnisch erwartet. Der Antrunk hat eine gut kribbelnde Kohlensäure parat. Am Anfang ein sehr voluminöser, malzsüßer Auftakt begleitet von Zitrusnoten und mit karacho schiessen einem die 74 IBU um die Ohren. Ein tolles Feuerwerk was dem Geniesser hier geboten wird. Hinten raus wird es trocken aromatisch und das bleibt sehr lange an den Knospen hängen. Wer die Braukunst sucht wird im odenwaldschen Keller allemal fündig. Ich bin begeistert.

Samstag, 25. Januar 2014

"Einbecker - Ur-Bock Dunkel"

Name: "Einbecker"
Homepage ; Wikipedia

Sorte: "Ur-Bock Dunkel"
1000Getränke ; Bierclub.net ; Bier-Index

FAZIT: 
Das heutige Review soll unter dem Motto "Auf gute Freunde" laufen, denn einer dieser...ja sogar mein engster...hat mir dieses Tröpfchen zukommen lassen. Danke noch einmal dafür. Der dunkle Ur-Bock kommt mit etwas weniger Prozente (6,5%) als der schon getestete "Winter-Bock" (7,5%), welcher durch die recht aufdringlich durchdrückende Alkoholnote den ersten guten Eindruck einbüßen musste. Beim vor mir Stehenden bin ich gespannt, ob es die leichte Differenz an Vol.% schafft das es dieses mal nicht aus dem Ruder läuft.

Farblich präsentiert es sich von seiner besten Seite. Dunkles bernstein/rötlich/bräunlich schmeichelt es den Augen. Eine dichte hellbeige Schaumkrone baut sich auf ist aber in flüchtigem Tempo ins Nirvana unterwegs. Knallig süß schiesst es in die Nase und man könnte denken das es einem die Geruchsgänge verklebt aber doch alles noch erträglich. Es sind deutliche Aromen von Karamell sowie zaghafte Ausreisser Vanille wahrnehmbar und über all dem hängt ein Hauch der 6,5% wobei diese den Gesamteindruck eher positiv hervorheben. Der erste Schluck ist sehr weich und voluminös mit zurückhaltender Kohlensäure und das passt hier sehr gut zusammen. Es ist süß aber zum Glück weniger als der Geruch angedeutet hat. Ein wenig Röstmalz aber vorwiegend süße Karamellaromen und auch dunkle Trauben sind mit an Board. Der Alkohol ist "deutlich" wahrnehmbar...gibt dem Ganzen aber erst den entscheidenden Kick der dieses Tröpfchen zu etwas sehr geschmackvollen werden lässt. Fast schon an der Grenze...aber eben nur fast. Das süße Szenario glänzt bis zum Ende wobei es ab der Mitte etwas würziger wird und auch der Hopfen ein Teil seiner Bitterstoffe auf die Rezeptoren feuern darf. Das geschieht sanft und stiehlt niemandem die Show sondern gliedert sich perfekt ein. Für mich ein gelungener Bock.

Freitag, 24. Januar 2014

"Braumanufaktur - Hell"

Name: "Braumanufaktur"
Homepage

Sorte: "Hell"
Bier-Index

FAZIT:
Da haben wir das dritte Exemplar der "Braumanufaktur" aus Potsdam. Wie schon die "Potsdamer Stange" und das "Dunkel" habe ich das heutige auf einem Urlaubstrip in meiner Heimat ergattern können. Alles wie gehabt mit Bio-Zutaten aber die Angaben auf dem Etikett lassen erahnen das dieses Helle evtl. auch nicht besser abschneidet, denn mit 11,8% Stammwürze und 4,8% Vol. kommt es doch etwas schlank daher. Nun will ich mich aber nicht von stumpfen Zahlen beirren lassen und lieber ein Urteil aufgrund des gebotenen Geschmacks bilden.

Goldgelb und...wie auf dem Etikett angegeben...unfiltriert liegt es im Glas. Die Schaumkrone baut sich etwas zögerlich auf und ist dadurch auch nicht wirklich voluminös. Schneeweis, feinporig verabschiedet sie sich auch wieder schnell. An der Nase entfalten sich zaghaft Malz und Hopfen und es kommt ein leicht brotiges Aroma durch. Allerdings kneift da ein Aroma sehr vehement in die Rezeptoren, nur kann ich dieses im ersten Ansatz nicht wirklich definieren. Auf jedenfall lässt dieses Aroma den Bereich des Gehirns aufleuchten welcher mit negativen Erinnerung belagert ist. Im Antrunk leichte Malzsüße und Frische bringend, flacht es unheimlich schnell ab und wirkt eher wässrig wobei es nicht einmal der Hopfen schafft die Knospen auch nur leicht zu stimulieren. Auch diesen Kandidat kann ich nicht empfehlen und für den gezahlten Preis ist es einfach nur noch lächerlich. Ich denke hier bezahlt man wirklich nur das "BIO" auf dem Etikett und nicht den Brau"meister". Weiss gar nicht ob die einen "Bock" im Sortiment haben denn das würde mich doch noch interessieren ob es dann auch wirklich nen Bock wäre oder eher einem guten Pils gleichen würde. Im übrigen hab ich noch einige male gerochen. Es geht in eine säuerlich/abgestandene Richtung...in etwa wie moderndes Holz. Also rundum nicht gelungen.

Montag, 20. Januar 2014

"Klosterbrauerei Andechs - Doppelbock Dunkel"

Name: "Klosterbrauerei Andechs"
Homepage ; Wikipedia

Sorte: "Doppelbock Dunkel"
1000Getränke ; Bierclub.net ; usoX-Bierblog

FAZIT:
Ich nehme vorweg..."Erisguterbraumeister"...! OMG was für ein herrliches Tröpfchen. Allerdings möchte ich mit meiner Kritik nach Sichtung des Etiketts nicht hinterm Berg halten denn unter den Zutaten befindet sich hier leider auch Hopfenextrakt. Im Glas ein sattes dunkles kirschrot was einem förmlich zuruft "...trink mich..."! Die Schaumbildung ist recht gut aber die Krone fällt sehr schnell in sich zusammen. Bevor man dem Ruf nachgibt muss man natürlich erstmal die Nase ranhalten. Sehr Malzsüß was einem in die Nasengänge zieht aber auch röstige Aromen die an Kaffee erinnern sind mit obenauf. Und der Geschmack? Einfach herrlich. Sehr Malzbetont, unheimlich süffig und die stolzen 7,1% drängen sich einem absolut nicht auf. Zur Mitte hin flacht es kurz ab und lässt es für einen minimalen Moment schal wirken. Dieser kleine Ausrutscher ist zum Glück nur von kurzer Dauer denn das süße Malz findet noch einmal halt an den Knospen und rutscht langsam in den Abgrund. Auch lässt der Hopfen mit einer dezent herben Note grüßen. Dieses Zeug geht runter wie Öl. Man muss bei der Trinkgeschwindigkeit echt aufpassen denn das Kopfkarussell fängt doch recht schnell an fahrt aufzunehmen. Das kann man denke ich aber vernachlässigen denn ich glaube das man bei dieser Süße nicht mehr als 2 Flaschen wirklich geniessen kann. Diese dann aber richtig.

Mittwoch, 15. Januar 2014

"Aecht Schlenkerla - Urbock"

Name: "Aecht Schlenkerla"
Homepage ; Wikipedia

Sorte: "Urbock"
Bier-Index ; Bierclub.net

FAZIT:
Durch die freundliche Unterstützung meines Kollegen darf ich heute ein weiteres Bier aus der Bamberger "Schlenkerla" Brauerei verkosten. Bekannt für das "Rauchbier Märzen" und überhaupt für die Kategorie Rauchbier hat auch dieses "Urbock" lt. Etikett die typischen Aromen inne. Mit 6,5% Alc. und 40 IBU sollte das doch ein rundes Erlebnis werden. Gespannt darf man wohl sein inwiefern die Rauchintensität hier eine Rolle spielt.

Im Glas zeigt sich eine sehr dunkle Flüssigkeit welche durch einen rötlichen Schimmer sehr gut aussieht. Die Schaumkrone bildet sich eher zäh, legt dann allerdings einen beige-cremigen Auftritt hin, an dem man sich leider nicht lange erfreuen kann. Ein leichtes Raucharoma findet sich auch hier schon ohne das man eine extra Geruchsprobe machen muss. Diese kommt jetzt und ja das rauchige ist auch hier der dominante Part. Zwischendrin kann man zwar auch Malzsüße wahrnehmen aber geräucherter Fisch bzw. deftiges Schinkenbrot sind auch hier ganz vorn dabei und lassen anderen Aromen leider nur die kleinen Nebenrollen.

Der Antrunk fällt durch unheimlich weiches Wasser und zurückhaltende Kohlensäure auf. Es füllt den Mundraum auf geschmeidige Weise vollmundig aus was mir unheimlich gut gefällt. Die Dominanz der Raucharomen wird beim Geschmack dann etwas vom Malz und Alkohol herausgefordert. Es wird merklich süß zwischen Schinken und Fisch und eine wahrzunehmende Alkoholnote vermittelt gut zwischen beiden sodass man sogar von Harmonie zwischen den Aromen sprechen könnte. Anfangs ist der Alkohol noch leicht störend aber im weiteren Verlauf integriert er sich zunehmends und ich kann mich sehr gut mit ihm anfreunden. Auch wenn es sich liest als wäre alles ausgeglichen...nein...denn das Raucharoma hat weiterhin Oberhand und wenn ich ehrlich bin hab ich auch bei diesem Tröpfchen damit gerechnet denn es steht auf dem Etikett und macht Bier aus Bamberg doch erst zu etwas Besonderem. Eine Sache sei noch angemerkt. Die 40 IBU gehen bei dem ganzen Aromengerangel gänzlich unter. Lediglich ganz am Ende könnte man von einer Spur bitterkeit sprechen...aber auch nur um dem Hopfen einmal im Test zu erwähnen.

Dienstag, 14. Januar 2014

"Crew Ale Werkstatt - Pale Ale"

Name: "Crew Ale Werkstatt"
Homepage ; Wikipedia

Sorte: "Pale Ale"
Bierclub.net ; Bier-Index ; Usox-Bierblog

FAZIT:
Aus München kommt der heutige Kandidat. Das "Munich Summer" der "Crew Ale Werkstatt" hat ja gut abgeschnitten und somit gehe ich recht entspannt an dieses Tröpfchen. Im Brauprozess fanden hier 5 unterschiedliche Hopfensorten den Weg in die Kessel und dabei wurden 5,6% Alc. sowie 40 IBU erschaffen. Somit kommt das "Pale Ale" schon eine Spur stärker und vor allem herber um die Ecke als noch das "Munich Summer".

Bei der Glasbefüllung fällt sofort die geringe Schaumbildung auf. Entweder muss das so oder ich habe heute kein Händchen dafür. Auch mit viel wohlwollen entsteht diese nur zögerlich und ist dann auch schon wieder verschwunden. Farblich zeigt es sich in einem hellen orange und minimaler Trübung. Der Geruch kommt mit stabiler Malzsüße, welche auf Augenhöhe mit den fruchtigen Exoticaromen, die Sinne betört. Der Antrunk ist von spritziger Natur und eher Malzbetont süß wobei leichte Fruchtnoten mitschwingen. Nach und nach setzt sich das fruchtige durch und hintenraus kann auch eine trocken herbe Note überzeugen. Das Gesamtpaket hat einen relativ schlanken Ansatz, ist dadurch aber sehr erfrischend und weiss mit guter Durchflussgeschwindigkeit zu punkten.

Montag, 13. Januar 2014

"Göller - Kellerbier"

Name: "Göller"
Homepage

Sorte: "Kellerbier"
1000Getränke ; Bierclub.net ; Bier-Index

FAZIT:
Der Urlaub ist rum, das neue Jahr ist eingeläutet und das erste Testbier steht bereit. Es macht PLOPP und es gleitet ins Glas. Dabei wird eine gute Schaumkrone gebildet die zum einen eine gute cremigartige Konsistenz und zum anderen mit festem Stand punkten kann. Farblich geht es in ein helleres bernstein mit einer für Kellerbier typischen Trübung. An der Nase ist es stark malzbetont mit Hang zur brotigkeit. Je öfter ich rieche umso mehr geht es in Richtung Knabbergebäck für den Fernsehabend und auch leicht feuchtes Heu kommt mir in den Sinn. Ziemlich gewöhnungsbedürftig für meine Sinne aber mal was anderes. Im Antrunk kommt auch hier das Malz zur Geltung mit einer leichten fruchtigkeit und auch dieses brotige ist mit an Board. Die ganze Szenerie kommt schlanker daher als ich gedacht habe. Zum Glück nicht zu schlank und somit fliesst es sehr angenehm mild und süffig die Kehle hinunter. Am Ende wird es sogar noch etwas würzig und der Hopfen rundet das Gesamtbild gut ab. Auch nach dem letzten Schluck hat man noch lange etwas an den Knospen was an Getreide erinnert. Die Zweifel welche beim Geruch aufkamen wurden beseitigt und ich finde dieses Tröpfchen wirklich gelungen.