Samstag, 30. November 2013

Neue Lieferung und dickes Lob an "Bier-Deluxe"

Mein heutiger Blogeintrag ist kein Bierreview sondern ein Dankeschönpost.
Ich habe nun schon zum zweiten mal bei "Bier-Deluxe" bestellt und bin zum wiederholten male unheimlich zufrieden. Nicht nur das die Seite an sich gut gemacht ist, nein Sie trumpfen auch mit einer großen Auswahl und was mir am besten gefällt ist die Versandkostenfreie Lieferung ab einem Bestellwert von 75EUR, was nicht wirklich üblich ist im Bierversandbusiness. Manch Unerfahrener wird den Kopfschütteln bei der Marke 75EUR...für Bier, aber jenen sei gesagt das dieser Betrag schnell beisammen ist und die Qualität der angebotenen Köstlichkeiten dies allemal rechtfertigt. Weiterhin lobe ich die Verpackung der Flaschen, welche sich in einem sehr stabilen Karton befinden und jede Flasche ihr eigenes, nochmals gesichertes Terrain im Karton bekommt. Und zum Schluss noch beide Daumen hoch für die Lieferzeit. Glaube schneller ginge es nur wenn sich jemand nach der Bestellung sofort ins Auto setzt und es persönlich vorbei bringt. Die jetzige Lieferung habe ich am Donnerstag Abend bestellt und am heutigen Samstag klingelte schon die Post.

Also Leute. Macht weiter so. Es war garantiert nicht die letzte Bestellung von mir.

Und zum Schluss gibt es noch meine neue Lieferung in Form von Bildern.


Donnerstag, 28. November 2013

"Crew Ale Werkstatt - Munich Summer"

Name: "Crew Ale Werkstatt"
Homepage ; Wikipedia

Sorte: "Munich Summer"
Bierclub.net ; Bier-Index ; Usox-Bierblog

FAZIT:
Ja wie man am Namen schon erkennen kann passt der heutige Kandidat mal so gar nicht, denn es ist eher Winter und man möchte normalerweise was starkes und wärmendes die Kehle hinunter schicken. Aber das "Munich Summer" lächelte mich aus meinem Fundus an und ich habe sogar ziemlich Lust, trotz der kühlen Jahreszeit, auf etwas Erfrischung im Rachenraum. Das Etikett gibt auch in etwa preis was einen erwartet und somit stelle ich mich auf ein leichtes süffiges, aber dennoch geschmackvolles Tröpfchen ein.

Im Glas zeigt sich eine gold-gelbe Flüssigkeit mit einer leichten Trübung. Die Schaumbildung ist im ersten Moment gut aber leider fällt die Krone ziemlich schnell unter groben Blasen zusammen.  Die Nase vernimmt vermehrt Fruchtaromen und ich würde sagen Orange ist hier ganz vorn dabei. Weiterhin bekommt man eine Spur Malz serviert welcher eine karamellige Note freisetzt und auch ein ganz kleiner Hauch von Honig liegt hier in der Luft. Der Antrunk kommt fruchtig-herb mit einer, für mich persönlich, zu geringen Kohlensäure. Es kann aber auch sein das ich alles rausgeschwenkt habe weil ich dem Duft wieder sehr lange verfallen war. Beim trinken stellt sich ein weiches Mundgefühl ein und es wird immer noch eine leichte Spur herber als im Antrunk. Das finde ich hervorragend, ganz besonders wenn man bedenkt das hier "lediglich" 22 IBU anliegen. Von Anfang bis Ende ist auch das Malz vertreten und ergänzt das ganze ungemein gut. Ich kann es mir unheimlich gut an einem warmen Sommertag vorstellen, da es süffig in den Abgrund fliesst. Alles ist etwas zaghafter als bei meinen I.P.A.-Lieblingen aber genau das war ja auch beabsichtigt. Ich glaube dies hier ist mit 22 IBU und lockeren 4,8% ein sehr guter Einstieg in die fruchtig-herbe Welt für Menschen mit Massenbier verkorksten Geschmacksknospen. Die Kritik an der Kohlensäure muss ich hiermit auch zurück nehmen. Es lag tatsächlich an meinem Hardcoregeschwenke. Hab jetzt noch einmal nachgegossen, angesetzt und es stellt sich glatt eine gut erfrischende Spritzigkeit ein. Ich finde es gelungen.

Dienstag, 26. November 2013

"Camba Bavaria - Black Lager"

Name: "Camba Bavaria"
Homepage

Sorte: "Black Lager"

FAZIT: 
Und weiter geht die wilde Fahrt durch das "Camba"-Sortiment. Mit einem tiefdunklen rot...wie eine überreife Kirsche...fliesst es geschmeidig ins Glas. Für eine vernünftige Schaumkrone muss man beim eingiessen zwar etwas tricksen aber wenn man es geschafft hat wird man mit einem leicht nach karamell aussehenden Ergebnis belohnt. Die Schaumfreude ist allerdings nicht von langer Dauer. In den Geruchsgang schleichen sich dann zaghafte Nuancen von Röstmalz und auch eine fruchtig, leicht säuerliche Komponente ist zu erahnen, aber ich komme leider nicht drauf um was es sich hierbei handelt. Nimmt man einen Schluck fällt als erstes die gut dosierte Kohlensäure auf. Dieser positive Eindruck ist aber schnell vergessen und man wird mit einer penetranten Säure konfrontiert was mir persönlich sofort die Gesichtszüge zusammenziehen lässt. Ich versuche mich zu konzentrieren um evtl. noch das Kritikruder rumzureissen aber die Säure ist so mächtig das es kein anderes Aroma, soweit es vorhanden sein sollte, durchsetzen kann. Ich nehm noch den ein oder anderen Schluck aber es verändert gar nix und somit belass ich es auch hierbei. Ok am Ende lassen sich Röstmalznoten im Ansatz erkennen aber im Gesamten ist es einfach ein lasches säuerliches "Vergnügen" ohne jeglichen Charakter. Wenn ich den Text dazu auf der Website lese frage ich mich ob der Inhalt meiner Flasche schlecht war oder mein Geschmackssinn total Banane ist.

Montag, 25. November 2013

"Camba Bavaria - Pale Ale"

Name: "Camba Bavaria"
Homepage

Sorte: "Pale Ale"

FAZIT:
Nachdem mich das "Dry Stout" nicht sonderlich begeistern konnte mache ich den nächsten Versuch mit einer Sorte die in die andere Richtung geht und schaue mal ob dieses "Pale Ale" mit den großen mithalten kann. Im wunderschönen goldgelben Gewand präsentiert es sich im Glas. Die Schaumkrone bildet sich üppich mit einem strahlendem weiss aber wird auch sehr schnell brüchig und fällt zusammen. Schon beim eingiessen hatte ich süße fruchtige Aromen in der Nase, was sich dann auch unheimlich gut direkt an der Nase reproduzieren lässt. Es riecht nach reifen exotischen Früchten und ich möchte sagen das Pfirsich hier klar tonangebend ist. Mittendrin tummeln sich aber noch Mango sowie hauchdünne Grapefruitschleier, welcher auch zu einer leicht herben Richtung beiträgt und das alles wird durch einen ganz sanften Malzkörper getragen. Bis zu dem Punkt bin ich schon wieder hin und weg. Im Antrunk besticht die kribbelnde Kohlensäure und das Paket an reifen süßen Früchten, welche gekonnt in fein herbe Nuancen übergehen. Der Abgang wird etwas trockener und verliert an fruchtigkeit aber es passt sehr gut zusammen. Das ganze ist schlank ohne fad zu werden und fliesst genüsslich süffig die Kehle hinunter. Und diese trockene herbe Spur hält sich auch über eine längere Distanz an den Knospen fest. Für mich ein gelungenes Tröpfchen.

Mittwoch, 20. November 2013

"SchlappeSeppel - Die Specialität"

Name: "SchlappeSeppel"
Homepage

Sorte: "Die Specialität"
1000Getraenke ; Bierclub.net ; Bier-Index

FAZIT:
Kommen wir heut Abend mal zu einem Kandidat der mich schon länger immer mal wieder im heimischen Standardkasten begleitet. Daran kann man wahrscheinlich schon erkennen in welche Richtung das Fazit geht aber auch das "Seppel'sche" hat einen Eintrag in diesem Blog verdient. Abgefüllt in eine kleine süße Flasche mit Bügelverschluss und mit knackigen 5,6% bewaffnet wartet es "geploppt" zu werden. Kleine Grätsche gibt es leider bei der Zutatenliste, denn Hopfenextrakt hat hier dem Brauprozess beigewohnt. Beim öffnen ploppt es Guinessbuchverdächtig laut und knackig. Glaube dies war bisher das beste Ploppen dem ich horchen durfte. Eingeschenkt hat man eine glasklare, goldgelbe Flüssigkeit im Glas die einen ganz leichten Stich ins rötliche mitbringt was sehr appetitlich aussieht. An der Nase vernimmt man eine gute Malzsüße mit Ausreissern die an Karamell erinnern, und auch eine leicht blumig frische herbe Note des Hopfens schwebt mit. Der Antrunk schäumt dank gut dosierter Kohlensäure den Mundraum auf und setzt dabei einen Mix aus malziger Süße und würzigem Hopfen frei. Die Süße geht auch hier in Richtung karamell aber alles sehr dezent. Den Hauptanteil bekommt hier der Hopfen welcher ab der Mitte immer mehr Beachtung findet. Alles ist richtig gut dosiert und macht das "Seppel'sche" unheimlich süffig. Ehrlich gesagt ist es etwas traurig das hier nur 0,33L Flaschen verwendet werden denn dann ist man so oft am Nachschub holen. Einzig das ploppen könnte man als Argument für diesen Umstand anführen.

Dienstag, 19. November 2013

"Crew Republic - Roundhouse Kick"

Name: "Crew Republic"
Homepage

Sorte: "Roundhouse Kick"
1000Getränke ; Bierclub.net ; Bier-Index

FAZIT:
Das "Roundhouse Kick" gehört zu der Familie der Imperial Stouts. Es erwartet den Geniesser also etwas dunkles, süßes und vor allem Röstmalzbombiges. Dieses hier kommt mit furchteinflössenden 9,2% Alc. und satten 71 IBU. Bei dem Namen muss ich unweigerlich an Chuck Norris denken...hab ein wenig Angst...denn man kennt die vielen Geschichten über Ihn und scharf bin ich nicht auf einen Tritt mitten in die Fresse...so wie es die Daten ja erst einmal versprechen. Auch die aufmunternden Zeilen auf dem Etikett können da weniger beruhigen.
"Ein ruhiger Abend am Kamin. Das Holz knistert. Die Flammen tanzen.... Und dann ein Tritt mitten ins Gesicht. Roundhouse Kick Imperial Stout! Gebraut für alle, deren Geschmacksnerven nie genug bekommen können. Eine wahre Malz und Hopfenbombe - schwarz wie die Nacht und explosiv wie Dynamit."

Aber Spass beiseite. Machen wir die Bombe mal scharf und harren der Aromenexplosionen. Tief schwarz gleitet es ölartig ins Glas und baut dabei eine cremig und festwirkende Schaumkrone auf, welche sich in einem dunklen braun bzw. karamell vor den Augen des staunenden Betrachters zeigt. Visuell könnte man denken das es direkt aus der Hölle kommt. An der Nase ist es erstaunlicherweise eher fruchtig süß. Das Röstmalz stößt erst einen Tick später dazu und geht hier Hand in Hand mit leicht herben Ansätzen sowie einer säuerlichen Komponente. Gibt man sich den Gerüchen etwas länger hin kommt dunkle Schokolade sowie ein Hauch von Lakritze hinzu. Ein wahrer Aromencocktail bearbeitet das Riechorgan und man muss schon aufpassen nicht überfordert zu werden. Der Antrunk ist...wie ich es beim eingiessen schon erahnte...samtweich und gibt durch die geringe Kohlensäure und den Alkoholgehalt ein wirklich vollmundiges und rundes Erlebnis. Der Antrunk ist Beerenfruchtig und erinnert durch die leichte Alkoholnote an einen Likör. Hat man das verarbeitet fängt auch schon der Hopfen an die Knospen zu bearbeiten. Die 71 IBU sind hier genau richtig dosiert und können sich gut durch alles andere durchsetzen ohne dabei in eine Diktatur zu verfallen. Und zu dem ganzen Paket gesellt sich ab der Mitte zunehmend was ich bei einem Stout zu schätzen weiss. Die Röstmalze...welche Ihre Aromen auch schon vorher entfalteten...kommen nun richtig zur Geltung und Noten von Kaffee, dunkler Schokolade sowie ganz leicht angebranntes Karamell setzen den Rezeptoren positiv zu. Auch eine Art dunkler Beeren scheint unterschwellig mit an Board zu sein was für einen rundum gelungen Auftritt sorgt. Hat man die Flasche leer hält die Aromenflut auch lange an und man wird noch Minuten später an eine edle Alkoholschokoladenpraline erinnert die man zu einem kräftigen Espresso geniesst. Pluspunkte gibt es von mir noch wegen der gut "versteckten" bzw. eingesetzten 9,2% und das die geruchlich wahrgenommene säuerliche Note bei dem ganzen Feuerwerk etwas untergegangen ist. Das Etikett hatte recht aber davor fürchten muss man sich nicht...Vorfreude wäre hier das bessere Wort.

Sonntag, 17. November 2013

"Braukunstkeller - Pale Ale"

Name: "Braukunstkeller"
Homepage

Sorte: "Pale Ale"
Bier-Index

FAZIT:
Lust hab ich...Lust meinem Gaumen mal wieder ein Highlight in Sachen Aromenexplosion zu gönnen und ich glaube mit dem "Pale Ale" aus der Hessischen Craft-Beer-Schmiede in Michelstadt (Made in Odenwald) dürfte ich mir einen Garant dafür aus meinem Lager gegriffen haben. Zwei Hopfensorten (lt. Etikett Amarillo und Citra) wurden verwendet welche für ein Zitrusambiente sorgen dürften und mit 44 IBU werden sich auch meine Rezeptoren freuen, welche endlich mal wieder im herben Karussell ein paar Runden drehen möchten. Wunderschön sieht es aus. Die Farbe geht ins dunklere Bernstein oder auch wie es auf dem Etikett steht "dunkel-gold". Der Schaum ist sahnig-weich, die Krone hat mittelmäßigen Stand. Zitrusaromen durchströmen die Katakomben des Riechorgans und ganz besonders Grapefruit und Orange dominieren das Feld. Diese werden sehr gut unterstützt von einer schon wahrnehmbaren herben Note...alles in gutem Einklang. Den Antrunk reisst sich sofort der Bitterhopfen unter den Nagel. Fast schon zu dominant für den Anfang nach meinem Empfinden...aber ich mag es herb und darum geht das bei mir noch durch. Die fruchtigen Aromen setzen sich etwas unterhalb ab können dem herben Auftritt aber ab der Mitte etwas entgegenwirken und schon fühlt sich das ganze wieder sehr harmonisch an. Im Abgang verflüchtigt sich das fruchtige wieder ganz langsam und man hat noch sehr lange ein hopfiges Andenken an den Knospen kleben...wunderbar. Was ich auch als sehr angenehm und äußerst positiv empfinde ist das weiche samtige Gefühl welche die Flüssigkeit im Mundraum verbreitet. Für mich ein rundum gelungenes Bier welches mit seiner Süffigkeit einfach nach mehr schreit. Wenn ich jetzt auf ganz hohem Niveau meckern dürfte dann wünschte ich mir etwas mehr Kampfgeist des Aromahopfens im Antrunk oder eben etwas zurückhaltung des Bitterhopfens im Antrunk...aber wie gesagt...Korintenkackerei.