Name:
"Brooklyn Brewery"
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Sorte:
"Black Chocolate Stout"
Bier-Index
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz (Pale Ale Malz, Karamellmalz, Röstmalz), Weizenmalz, geröstete Gerste, Hopfen (Willamette, Fuggle)
Besonderheiten:
Seit 1994 braut die Brooklyn Brewery ihre Interpretation des Russian
Imperial Stout. Seine dunklen Schokoladenaromen erhält es durch die
kunstfertige Mischung von sechs Malzen und Monaten der Lagerung. Dieses
Stout ist ein „Toast“ auf die Winterzeit, das man am besten vor einem
schönen warmen Kamin genießt.
FAZIT:
Heute nun wieder ein von "Braufactum" importiertes, durch einen geschätzten Kollegen bereitgestelltes Leckerlie, was dem Datenblatt zufolge genau meinen Genussnerv treffen sollte. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichsten Dank an Gero. Der Inhalt dieser sehr nett aussehenden, 355ml Flüssigkeit fassenden Flasche entspricht mit seinen wuchtigen 10% Alc. einem "Russian Imperial Stout" und wie es zu diesem Stil kam hier als kleiner 4 Zeiler...
Im 18. Jahrhundert bestellte Katharina die Große, Zarin von Russland, in
England für ihren Hof Stout. Um das Bier für die lange Seereise „fit“
zu machen, wurde es stärker eingebraut und gehopft. In Russland kam es
in einer perfekten Qualität an und es wurde bald zum beliebtesten
Getränk des russischen Adels.
Befassen wir uns aber lieber schnellstmöglich mit dem kostbaren Inhalt, denn meine Speichelproduktion läuft schon auf Hochtouren. Sehr geschmeidig, leicht ölig wirkend, fliesst die dunkle Flüssigkeit ins Glas und baut dabei eine sehr dichte, cremige, dunkelbraune Schaumkrone die nicht im entferntesten daran denkt den schnellen Abgang zu machen. Irgendwann ist aber auch hier schluss, wobei aber Schaumreste am Glasrand kleben bleiben und sich noch lange Zeit später immer ein Fingerbreit über der Flüssigkeit hält...das nenn ich mal beeindruckend. Gäbe es eine Farbe die dunkler ist als schwarz, diese Flüssigkeit könnte man damit benennen. Undurchschaubar selbst wenn man das Glas direkt gegen das Licht hält. Ich bilde mir ein, einen wirklich tiefdunklen Rotschimmer erkennen zu können aber drauf wetten würd ich dann doch nicht.
Auch an der Nase wird es sehr beeindruckend und die Stilrichtung macht ihrem Namen alle Ehre. Es liegen einige Aromen in der Luft die ich glaube gar nicht alle benennen kann. Es sind die typischen Aromen von Kaffee mit leicht säuerlichem Touch, Schokolade die hier aber gar nicht so dunkel erscheint was mir sehr gut gefällt, dunkle Beeren, etwas süßes was mich an Honig erinnert und auch etwas frisches was mich an nasses Gras erinnert. Und alles zusammen...wobei der ein oder andere garantiert noch mehr Aromen rauspicken kann...ist die reinste Harmonie. Keine Aussreißer, alles eine Masse und doch einzeln ortbar.
Der Antrunk ist der Hammer. Durch minimale Rezenz fliesst es unheimlich weich in den Mundraum. Weich ist hier eigentlich untertrieben, ich würde es schon sämig nennen...einfach ein Traum. Sofort entfalten sich die Aromen die man schon von der Nase kannte. Vorn dabei diesmal dunkle Schokolade und leichte Säure die etwas Charme von einer Praline mit Likörfüllung versprüht. Dazu gesellt sich die Süße von Honig und die Würze von gerösteten Kaffeebohnen. Alles eingehüllt in eine unterstützende Alkoholnote die an dieser Stelle ihre Arbeit mehr als zufriedenstellend macht und die Gesamtkomposition zur Perfektion abrundet. Ich bin hin und weg und Gero hat nicht zu viel versprochen...zumal ich ein riesen Fan dieses Stils bin. Das hier ist eine glasklare Verköstigungsempfehlung.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Belhaven Brewery"
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Sorte:
"Craft Pilsener"
Bier-Index
FAZIT:
Ein weiteres mal bekommen meine Rezeptoren Besuch aus Schottland. Es ist nicht das erste Bier der "Belhaven Brewery" und wird hoffentlich auch nicht das letzte sein. Alle bisherigen Kehlenbefeuchter haben das Prädikat lecker bekommen...umso mehr freu ich mich auf dieses, wenn auch die Erwartungen etwas höher geschraubt sind.
Eine kräftige godgelbe Färbung strahlt aus dem Glas. Die Schaumkrone ist nach dem einschenken voluminös und mit gröberen Poren durchzogen die sehr rasch eine enorme Größe annehmen und dann auch viel zu schnell den Geist aufgeben. Kurze Zeit später kann man die weiße Pracht nur noch erahnen. An der Nase macht es einen zahmen Eindruck und doch kommen einerseits die süßen Nuancen des Malzes sowie eine fruchtige Note, die mich in Ansätzen an einen frischen grünen Apfel erinnert, deutlich herraus. Auch ein Hauch getreidiges kann man nicht verleugnen was ganz entfernt etwas brotiges versprüht. Der Antrunk ist mild Rezent aber verteilt trotzdem etwas Lebendigkeit auf der Zunge. Der Körper ist sehr ausgewogen und weich mit vorherrschender Malzsüße und milder Getreidenote. Bitterhopfen scheint man gänzlich vergessen zu haben denn selbst bei näherer Rezeptorenanalyse lässt sich nicht das geringste herrauspicken. Eine leichte fruchtige Note im Hintergrund bringt etwas Frische ins Geschehen und verstärkt sich leicht ab der Mitte bis in den Abgang um dort langsam auszuklingen. Auch zum Schluss keine Anzeichen von Bitterung in Sicht.
Alles in allem ein rundes, schmackhaftes und süffiges Vergnügen, was für meinen Geschmack allerdings zu mild ausgefallen ist. Auch der nicht stattfindende Bitterhopfen trübt die ganze Sache sehr ab, zumal es hier nicht einmal zu einem AngriffsVERSUCH gekommen ist. Könnte glatt ein Pilsener für den deutschen Normalbiertrinkermarkt sein...obwohl ich glaube das selbst der über die nicht vorhandene Bitterung stolpern würde.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Pyraser Landbrauerei"
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Sorte:
"6-Korn"
Bier-Index
FAZIT:
Meine liebe Bekannte Anke dachte in Ihrem Urlaub an mich und sendete mir diese Bierspezialität als Bereicherung für diesen Blog. Ich sende ein Danke und liebe Grüße an dieser Stelle. Woher mag wohl der Name "6-Korn" kommen mag sich der ein oder andere Fragen...naja ich hoffe eher nicht. Hier wurde mit sechs verschiedenen Getreidesorten gearbeitet die da wären Dinkel, Gerste, Weizen, Roggen Hafer und Emmer. Als zusätzliche Info sei angemerkt das Braumeister Helmut hier mit Mineralwasser gearbeitet hat was ich so auch noch nicht kannte. Herausgekommen ist dabei eine naturtrübe Flüssigkeit mit 4,6% Alc. die sich nun meinen 3 Kategorien (Augen, Nase, Gaumen) stellen muss.
Erste Auffälligkeit ist der Verschluss für den man keinen zusätzlichen Öffner benötigt sondern nur etwas Kraft und das Verständnis in welche Richtung man drehen muss um an das Flüssige zu kommen. Bräunlich mit feinem Rotschleier fliesst es ins Glas und man kann schon am Geräusch der platzenden feinen Schaumbläschen erahnen das der Aufbau nicht von Haltbarkeit geprägt ist. Voluminös ist die Schaumbildung anfangs, doch behält die Ahnung recht und kurze Zeit später ist er auch schon gänzlich verschwunden. Nun sieht es ein wenig nach Spülwasser aus aber lassen wir uns mal nicht verwirren. In der Nase liegt sofort eine tolle Getreidenote die an ein frisches Brot erinnert und immer wieder, nur ganz leicht, kommt eine leichte fruchtigkeit hindurch die sich mit etwas Röstwürze abwechselt. Der Antrunk ist feinperlig und weich mit angenehm runden Körper. Was ich vermisse ist die Intensität im Geschmack. Man kann etwas brotiges rausfiltern und auch die leichte Fruchtnote kommt zum Ende hin ganz leicht hervor aber alles in allem ist es unheimlich langweilig und macht auf mich einen sehr faden Eindruck. Es ist irgendwie nichts greifbares vorhanden sondern alles ist zu einem nichtssagendem Ganzen vermischt. Also ich habe mir hier echt ein Fünkchen mehr an herausschmeckbaren Aromen vorgestellt. Das einzige was es gut macht ist die Kehle hinunter fliessen, aber das macht ein Glas Wasser auch...schade.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Neuzeller Klosterbräu"
Homepage
Sorte:
"Stout Beer -1722- (Imperial Porter)"
Bier-Index
FAZIT:
Bei meinem letzten Heimaturlaub stöberte ich wieder das Supermarktregal durch, auf der Suche nach ein paar Köstlichkeiten die mich über die Urlaubstage begleiten sollten. Ganz unscheinbar als Einzelflaschen stehend...schon fast versteckt...entdeckte ich dieses "Stout"?...Porter?...ja was denn nun? Nicht nur das machte mich neugierig sondern auch beim lesen des Wortes "Imperial" ging die Speichelproduktion auf Hochtouren und der Blick aufs Etikett versprach reine Zutaten sowie eine Ausbeute von 8,1% Alkohol...ich hing am Haken. Da ich aus dieser Brauerei bisher nur gutes gewohnt war musste auch gleich mal ein halber Kasten damit gefüllt werden. Ja ich hab schon ein paar Flaschen hinter mir aber das Fazit gibt es dann doch erst nachdem die letzte Flasche in meinem Besitz durch die Testroutinen gegangen ist, denn dort offenbart sich meist erst kritisches Potenzial was man auf der Couch nicht unbedingt wahrnimmt wenn man einfach nur trinkt :-)
Die Gestaltung des Etiketts ist relativ einfach und doch sehr ansprechend. Im Glas ist es unheimlich dunkel...fast schwarz aber eben auch nicht, denn es ist eher ein TIEFdunkles rot was dem Betrachter geboten wird. Darüber eine sehr dichte und vorallem sehr feste Schaumkrone in einem wunderbaren hellbeigen Farbton. In die Nase strömen süßen Noten, vordergründig Karamell und Vanille mit einem holzigen, leicht rauchigem Unterton. Erst etwas später kommt etwas Röstaroma sowie Spuren von dunkler Schokolade die aber eher milde Charakterzüge aufweist.
Der Antrunk ist weich und von sehr milder Rezenz. Etwas erstaunt bin ich über den Körper der hier für solch einen Kandidaten verhältnismäßig schlank ausfällt. Dem ein oder anderen könnte es schon fast zu schlank sein...und auch ich tendiere in diese Richtung. Die süßen Noten streicheln die Knospen im Antrunk und verlieren dann leider etwas an Intensität...es wird fast eine Spur nichtssagend bis zur Mitte wo dann eine gut ausgeprägte Röstbittere einsetzt die durch die beigemischte Schärfe des Alkohols dann doch zu überzeugen weiß. Am Ende kommt dann doch noch einmal eine leichte Süße durch, wobei mir diese auch wieder zu schwach auf der Brust ist.
Es weiß nicht so recht was es sein soll und wenn ich ehrlich bin kann ich es auch nicht so richtig deuten. An der Nase ein Porter, am Gaumen dann doch eher in Richtung Stout. Imperial im Namen und erkennbar an den Prozenten auf dem Etikett aber nicht erkennbar an Intensität und Körper im Mundraum. Unter "Testbedingungen" eher durchschnittlich weil man (ich) einfach anderes erwartet. Aber ich kenn auch schon das Couchgefühl und da passt es wunderbar hin...wobei man hier unheimlich aufpassen muss wenn man aus lauter Süffigkeit die Prozente ausblendet...was nach 2-3 Flaschen schon automatisch passieren kann :-)
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Fanø Bryghus"
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Sorte:
"Fanø Havgus"
Bier-Index
FAZIT:
Heute wieder ein Bierchen was ich einem guten Kollegen verdanke und sage hiermit herzlichen Dank. Aus selbiger dänischer Brauerei hatte ich von Ihm schon das "Fanø Bryghus - Fanø Rav" was gar nicht so schlecht abgeschnitten hat. Das heutige "Havgus" ist ein sehr leichtes Session IPA mit luftigen 2,7% Alc.!
Ein sehr schönes dunkles goldgelb erstrahlt im Glas. Die Schaumbildung ist reichlich, feinporig, hält wirklich lange stand und hinterlässt beim gehen schmierige Schaumreste am Glasrand. An der Nase ist es wirklich sehr intensiv fruchtig. Neben den reifen Zitrusfruchtaromen schleicht sich auch immer wieder ein Hauch von Kiefernadeln durch und verleiht dem ganzen etwas harzig würziges...passt wunderbar. Der Antrunk kribbelt feinperlig über die Zunge und setzt...leider nicht die Intensität an Aromen frei wie ich sie von der Nase erhofft hatte. Im Vordergrund steht hier der bittere Part der den Fruchtaromen aber nicht den Rang abläuft...ganz einfach weil diese kaum vor Ort sind. Ok ein wenig kommen sie durch und wahrscheinlich darf das bei solch einem leichten Kandidaten auch sein...aber mir sagt es nicht zu. Der Körper ist sehr flach, was ich aber auch nicht anders erwartet habe, hat aber zum Glück keinen Hang zum wässrigen. Im Abgang bleibt ausser der Bitterung rein gar nichts hängen und es fliesst geschwind hinunter. Mir persönlich alles viel zu leicht und nicht aussagekräftig. Im Sommer um mit Erfrischung dem Durst den Kampf anzusagen wunderbar...mehr dann aber nicht wirklich...in meinen Augen.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Uerige"
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Sorte:
"Doppelsticke"
Bier-Index
FAZIT:
Neun Monate liegen nun zurück als ich die normale "Sticke" im Glas hatte. Heute hab ich Bock auf das "Doppel" und bissl was fürn Kopf ist mit respektablen 8,5% Alc. auch dabei...gerade sehr passend. Ich erwarte etwas süßes und eine besondere wohltuende "Schwere" die mir bei der schon hervorragenden "Sticke" etwas gefehlt hat. Schauen wir mal ob meine hoffnungsvollen Wünsche in Erfüllung gehen.
In tiefdunkelroter Färbung und leichter Schaumbildung entzückt es das Auge. Schon beim eingiessen strömen Aromen dunkelster Schokolade in die Nase. Direkt an die Nase geführt...puhh...wahnsinn...mein Geruchsinn wird gerade etwas überfordert und ich kann jetzt schon vorwegnehmen das ich garantiert nicht alles spezifizieren kann. Ganz weit vorn ist ein Megapresentes dickes und schweres Schokoladenkuchenerlebnis. Dahinter ein Korb voll reifer und dunkler Früchte. Tolle Süße wird ausgestrahlt mit Noten von Karamell und Toffee wobei Toffee weit vorn liegt...und dann erst setzen gute Röstaromen zu die an einen starken Kaffee erinnern lassen. Man oh man das kratzt schon wieder an der Schwelle eines Geruchsorgasmus.
Der Antrunk ist fast ohne spürbare Kohlensäure, sehr weich, schwer aber äußerst angenehm. Die Aromen setzen sich genauso fort wie man diese an der Nase erhaschen konnte. Eine feine Alkoholnote wirkt unterstützend und kitzelt das letzte heraus. Die Süße wirkt fast klebrig am Gaumen...was dem Aromengenuss allerdings sehr zu gute kommt denn auch diese fühlen sich wie festgeklebt an und wirken einige Zeit auf den Geschmacksinn ein. Ich glaube mehr muss ich an dieser Stelle gar nicht schreiben. Ich finde es hervorragend und kann über den winzigen Kritikpunkt das der Alkohol eine ganz feine Spur zu dominant im Abgang wird mehr als pfeiffen denn im noch weiteren Abgang wird man durch dunkle Fruchtaromen noch einmal gefordert.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.
Name:
"Köstritzer"
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Sorte:
"Pale Ale"
Bier-Index
FAZIT:
Kommen wir heute zum zweiten Kandidat unter
dem Label "Köstritzer Meisterwerke". Das "Red Lager" konnte ja nun nicht wirklich überzeugen und was ich allgemein von dem ganzen tamtam halte könnt Ihr auch dort nachlesen, denn dann kann ich ohne großes tamtam zum Entscheidenden übergehen. Gebraut wurde das "Pale Ale" mit reinstem Quellwasser aus
dem Eleonorental, ausgesuchten Malzen („Pilsner Malz“, „Münchner
Malz“ und „Karamellmalz“) sowie den Hopfensorten „Citra“,
„Delta", "Hallertauer Blanc", "Galaxy" und Calypso. Viele Sorten und die spannende Frage ob die Brauer das auch ausgenutzt haben. Flasche + Aufmachung ist auch hier, wie schon beim "Red Ale" für den Betrachter schön gestaltet.
Wie schon beim "Red Ale" gibt es optisch keinerlei Kritik zu üben. Über einer trüben, dunkelorangenen Flüssigkeit erhebt sich die sämige Schaumkrone in einer Farbe die ich so auch noch nicht wirklich wahrgenommen habe. In einem ganz weichen hauchzarten orange verabschiedet sie sich unter immer gröber werdenden Poren und lässt als kleine Erinnerung ein paar Spuren am Glasrand zurück.
An der Nase überraschend...wie sag ich das...schwer fruchtig. Wie ein frisch gepresster Saft aus reifen Früchten von Pfirsich, Mango und Co.! Nach ein paar Schwenks kommt auch langsam süßes Malz mit karamelligen Tönen aus den Löchern. Etwas Lychee gesellt sich dazu und es wirkt zusehends frischer werdend. Also bis zu diesem Zeitpunkt bin ich wirklich baff...aber wir wollen doch zurückdenken...diesen Punkt habe ich beim "Red Ale" genau so auch erreicht.
Der Antrunk ist weich mit etwas stärker kribbelnder Kohlensäure für den Frischekick. Hier ist Ihnen der Körper gut gelungen. Leichtfüßig aber doch present und Raum einnehmend. Die Bitterung ist gut und setzt, kurz nach Einlass in die Mundhöhle, den Rezeptoren zu. Die Aromenintensität der Aromahopfen bleibt leider etwas zurück. Am Anfang noch kurz erkennbar, kommt dann doch die Bitterung und zeigt wer hier das sagen hat. Die Bitterung wird stärker je weiter es in den Abgang geht und krallt sich quasi an den Knospen fest. Also ich mag das ja sehr...WENN...Respekt und Toleranz den anderen Aromen gegenüber herrscht. Hier ist die Bitterung leider ein kleiner Schulhofrowdie und klaut den Fruchtkomponenten das Essensgeld. Das ist irgendwie schade aber jetzt kein Beinbruch. Mir gefällt es, weil ich auf gut gehopftes stehe. Für dieses Pale Ale, was ja quasi für den probierenden Industriebierschlürfer gedacht sein könnte, ist es ein ticken zuviel und könnte den an 5 IBU gewöhnten Standardbiertrinker etwas überfordern.
Man man ich hab wohl immer was zu meckern. Aber die Gewichtung Frucht / Bitterung umdrehen und das Ding würde ich glatt weiterempfehlen...also für "Normalo". Wer schon ein wenig "Erfahrung" hat und auf etwas stäkere Hopfung abgeht sollte diesem Bier mal ne Chance geben. Ich finde es gar nicht schlecht.
Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein
Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das
Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.