Samstag, 14. Januar 2017

"Rügener Insel-Brauerei - Baltic Ale"

Name: "Rügener Insel-Brauerei"
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Sorte: "Baltic Ale"
Bier-Index

FAZIT:
Mit seltenen Bieren möchte uns die Rügener Insel Brauerei auf eine Expedition ins Bierreich mitnehmen. Ich habe mir vor kurzem mal vier Sorten in den Wagen gepackt und bin gespannt ob mein Gaumen von dieser Expedition begeistert sein wird. Die Flaschenpräsentation mit diesem toll gestalteten Papierumhang macht auf jeden Fall einiges her. Zu buche stehen hier 7,5% welche mit Gersten,- und Weizenmalz, Naturhopfen, Hefe und Traubenzucker...welcher vollständig Flaschenreifung vergoren wurde...entstanden. Öffnen wir also dieses schöne kleine Fläschchen und lassen uns überraschen.

Farblich zeigt es sich in einem sehr hellen Zitronengelb mit einer guten Anzahl an Schwebstoffen. Beim eingießen fällt die enorme Schaumbildung auf, wobei Anfangs ein Verhältnis 95 / 5 Prozent zu Flüssigkeit und Schaum besteht. Man muss bei dieser Standfestigkeit auch einige Zeit mitbringen bis der schneeweiße Schaum etwas Volumen für den nächsten Schluck Flüssigkeit freigibt.

Ist das geschafft gibt es an der Nase eine zitronige Frische, leichte Säure um dann in Richtung helle Trauben mit einem Touch Banane zu driften. Ein leichtes Fruchtgummiaroma micht sich unter und alles zusammen erinnert etwas an ein Glas Weißwein. Der Antrunk bringt etwas viel Kohlensäure mit, wobei sich das aufschäumen im Mundraum äußerst weich gestaltet. Ein runder Körper setzt fruchtige Traubenaromen frei und es mischt sich zaghaft grüner Apfel und eine etwas dominantere Banane mit unter. Dann setzt eine feine Alkoholschärfe und etwas Säure ein, was in meinen Augen die Fruchtaromen schon fast etwas übersteuern, da diese für sich ja schon eine säuerliche Richtung mitbringen. Aber es funktionert für mich trotzdem noch ganz gut. Und wenn man Glück hat oder/und ein gutes Gedächtnis oder/und noch die Flasche vor sich...wird man doch wieder an diese Zahl erinnert...7,5%...ja wo sind die denn? Ausser einer leichten Schärfe sind diese nämlich absolut nicht present. Hat man also den großen Bruder (0,75L) am wickel, kann man sich mal ganz arg verzetteln und man fängt schneller an Karussell zu fahren als vielleicht gewollt. Mir taugt das Baltic Ale jedenfalls gut und somit verabschiede ich mich mit dem letzten Schluck.

Und wie immer am Testende...testet es einfach selbst denn mein Geschmack muss noch lange nicht euer sein. Ich wünsche euch nur das Beste und immer genug Bier in den Gläsern.
Bis zum nächsten mal.

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